vegan unterwegs - wie alles begann...


Vegan unterwegs? Damit auseinandergesetzt hab ich mich schon länger, nachdem sich gute Freunde seit einigen Monaten vegan ernähren. Meine erste, wirklich dämliche Reaktion: “Vegan? Was kannst du denn da noch essen?”. Heute meine persönliche Nummer Eins der dümmsten Kommentare. Dann hab ich mich heimisch gelesen, im Internet recherchiert, Broschüren studiert. Wirklich alles, was ich gelesen habe, war für mich logisch. Selber umzuschwenken konnte ich mir trotzdem nicht vorstellen. Zu sehr war ich verankert in meiner gewohnten Küche, zu sehr hab ich die Augen verschlossen vor dem Tierleid.

Ich wollte es wohl gar nicht wissen – immer schön ausblenden, dann schmeckt auch der Braten…!

Doch es gab einige Schlüsselerlebnisse, die mich wohl nachdenklich stimmen sollten: irgendwann im Sommer 2013, nach dem “Genuss” eines Poulets… mir wurde plötzlich schlecht, konnte mit Mühe den Drang unterdrücken, sofort kotzen zu wollen – noch nie war mir so bewusst, dass mir ein echtes Leichenteil schwer auf dem Magen lag.

Ende Oktober folgte ein eigentlich geniales Weekend im Tessin mit Besuch in der wundervollen

Osteria Mistral in Bellinzona.

http://www.osteriamistral.ch/web/

Jeder Gang eine Geschmacksexplosion, jeder Teller ein Gemälde. Mein letzter Teller bestand aus einem nicht definierbaren Stück Fleisch – schlagartig hatte mein Magen geschlossen, mit heftigen Krämpfen reagiert. Die folgenden Gänge konnte ich nicht mehr essen, die Nacht hab ich auf dem Klo verbracht. Doch noch immer wollte ich nicht begreifen, was mein Körper mir zu sagen versuchte.

Mitte November, geschäftliches Weihnachts-Essen. Die Spezialität des Hauses: Cordon bleu, tellergross. Ja, es hat mir geschmeckt. Doch nach wenigen Bissen war wieder fertig, die Menge schien mir so verschwenderisch, so sinnlos…! Erneut hatte ich heftige Bauch-Schmerzen.

Doch nachhaltig geprägt hat mich erst das Buch “Peacefood” von Rüdiger Dahlke. In einer Nacht verschlungen, ziemlich erschrocken, doch noch immer konnte ich mir nicht vorstellen, mich völlig

vegan zu ernähren. Auf Fleisch und Fisch zu verzichten? Kein Thema – war vor Jahren schon mal

längere Zeit Vegetarier. Doch auf Käse- und Milchprodukte verzichten? Geht doch gar nicht?!

http://www.peacefood.org/

Nund, der Boden war vorbereitet, die Saat konnte aufgehen…

Im richtigen Moment kam Attila Hildmann mit “vegan for youth” und seiner 60-Tage-Challenge.

Scohn immer liebe ich Herausforderungen, also genau das Richtige für mich. Zudem: 60 Tage sollten doch zu schaffen sein. Mehr wollte ich gar nicht, einfach nur mir selber beweisen, dass ich 60 Tage

auf tierische Produkte verzichten kann.

http://www.attilahildmann.com/

Eigentlich wollte ich erst im Januar starten wegen den Fest-Tagen. Nur: so würde ich ja einen ganzen Monat verschwenden…

Bei mir gilt sowieso immer: ganz oder gar nicht. So habe ich den Start kurzfristig auf

Montag, 25. November 2013 festgelegt. Der Plan war ja eigentlich, dass ich an Weihnachten und Silvester trotzdem ganz “normal” essen würde und dafür noch einige Tage an die Challenge anhängen würde.

Da konnte ich allerdings noch nicht wissen, was sich alles verändern würde...

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